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Desinfektion

Nicht nur zu Zeiten von Corona, aber natürlich hierdurch umso mehr, ist die Desinfektion gerade bei der Reinigung ein extrem wichtiges Thema und darf nicht unterschätzt werden:

 

Was heißt eigentlich Desinfektion?

 

Desinfektion wird als die Behandlung von Oberflächen bzw. Geräten mit physikalischen (die Physik betreffend) oder chemischen Mitteln (synthetisch) bezeichnet, bei denen die Menge der vorhandenen Mikroorganismen (Bakterien, Mikroben, Keime etc.) auf ein akzeptables bzw. minimales Maß reduziert wird. Im Regelfall beruht die „Desinfektion“ auf wasserlösliche chemische Verbindungen, die keimtötende Eigenschaften besitzen. Reiner Alkohol ist dahingehend jedoch als chemisches Sterildesinfektionsmittel bis Dato nicht zugelassen. Da Alkohol zwar ein bakterizid - sprich eine chemische Substanze die Bakterien abtöten - (tuberculocidal, fungizid und viruzid) ist, aber leider keine vegetative Forme von Bakterien (bakterielle Sporen) zerstört. Jedoch eine andere Art der Desinfektion kann auch die Verwendung von UV-Strahlung sein. Hierbei dringt UV-Licht in die Zellwand von Krankheitserregern wodurch diese vollständig zerstört bzw. reproduktionsunfähig gemacht werden.

 

Um Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen ist es daher extrem wichtig, dass richtige Desinfektionsmittel für die entsprechende Oberfläche bzw. dem zu reinigenden Gerät auszuwählen und einzusetzen. Ein falscher Einsatz kann wirkungslos oder gar zu einer Vermehrung von Mikroorganismen führen. Um eine zuverlässige Desinfektion sicherzustellen, ist daher ein Fachmann sehr hilfreich und kann nur empfohlen werden.

 

 

Welche Wirksamkeit hat eine Desinfektion?

 

Die Desinfektion wird in drei Stufen unterteilt. In eine niedrige, mittlere und hohe Desinfektion.

 

Niedrige Desinfektion:

Hierbei werden die meisten Bakterien, Viren und einige Pilze unschädlich gemacht. Jedoch kann diese keine bakteriellen Endosporen oder Mikrobakterien abtöten und ist daher nicht für einen effektiven Desinfektionsprozess geeignet.

 

Mittlere Desinfektion:

Auch hier werden vegetative Bakterien, die meisten Viren und Pilze abgetötet. Zudem zerstört er die M. tuberculosis var. Bovis (Tuberkuloseerreger). Bakterielle Endosporen werden jedoch auch hier nicht abgetötet.

 

Hohe Desinfektion:

Diese Form der Desinfektion tötet Bakterien, Viren und Pilze. Ebenso den Tuberkoloseerreger M. tuberculosis var. Bovis und einige (aber nicht unbedingt alle) bakteriellen Endosporen.

 

Eine niedrige Desinfektion kann daher bei „nichtkritischen“ Gegenständen wie Arbeitsplatten und chirurgischen Tischoberflächen gereinigt werden. Hierbei findet unter anderem Wasser und Seife oder einem von der Umweltschutzbehörde registriertes Desinfektionsmittel (wie z. B. quartäre Ammoniumverbindungen) ihre Anwendung.

 

Was ist eine Wischdesinfektion?

 

Unter der Wischdesinfektion versteht man die hygienische Flächenreinigung in Haushalten und in der Industrie. Hierbei werden die Oberflächen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch oder anderen Reinigungswerkzeugen benetzt und abgewischt/gereinigt. Dazu werden üblicherweise wässrige Desinfektionslösungen verwendet. Diese Art der Reinigung wird meist mit der 2-Stoff-Methode durchgeführt. Ein frisches Tuch wird zum Auftragen der Desinfektionslösung und ein weiteres Tuch zur Entfernung der überschüssigen Flüssigkeit verwendet. Dies gewährleistet eine hygienische Arbeitsbedingung, Vermeidung von Keimverschleppung sowie eine Schonung der Oberflächen, durch direktes abtrocknen.

 

 

Dosierung und Anwendung von Desinfektionsmittel

 

Die Wirksamkeit eines bestimmten Desinfektionsmittels hängt im Wesentlichen von folgenden Kriterien bei der Anwendung ab:

 

- Der Konzentration

- Der Kontaktzeit

- Der Temperatur

- Der Trübung

- Der Partikel-Konzentration

- Der Mikroorganismen

 

Da die Konzentration der Mikroorganismen in der Praxis und auf den Gegenständen im Regelfall stark variieren, werden typischerweise logarithmische Einheiten verwendet. Wenn die Konzentration in ml ausgedrückt wird, entspricht dies dem Logarithmus zur Basis 10 der tatsächlichen Stärke.

 

Info: Das Logarithmieren ist eine Umkehroperation des Potenzierens.

Beispiel-Gleichung: 4 = 2X

Mit Hilfe des Logarithmus kann man dieses x ausrechnen, sprich die Potenz auflösen.

 

Im Allgemeinen kann man die Abtötungsrate wie folgt steigern:

 

1. Durch die Erhöhung der Konzentration vom Desinfektionsmittels bei einer kurzen Kontaktzeit oder

2. durch eine niedrige Konzentration des Desinfektionsmittels bei einem längeren Flächenkontakt.

 

Hierfür werden verschiedene Chemikalien, hauptsächlich jedoch Chlor, verwendet. Das Desinfektionsmittel wird so hergestellt, dass es in einem festgelegten Konzentrationsbereich am wirksamsten ist. Bei der Einstellung dieses Konzentrationsbereichs wird die minimale Hemmkonzentration (MHK) ermittelt. Die MHK wird durch kinetische Untersuchungen des Verdünnungs-Koeffizienten gemessen. Kinetische Studien zeigen den Effekt einer Konzentrationsänderung auf die zelltodrate im Laufe der Zeit. Je höher der Konzentrationsexponent eines Desinfektionsmittels ist, desto länger dauert es, Zellen abzutöten.

 

Ein Beispiel: Wenn ein Desinfektionsmittel mit einem festgelegten Konzentrationsexponenten um den Faktor 2 verdünnt wird, erhöht sich die Zeit bzw. der Zeitaufwand zur Zellabtötung um das doppelte.

 

Info: Minimale Hemmkonzentration (MHK)

Die MHK ist die niedrigste Konzentration des Desinfektionsmittels, die sich als bakterizid erwiesen hat.

 

 

Mikroorganismen – Bakterien & Viren

 

Bakterien und Viren* sind mikroskopisch kleine, einzellige Mikroorganismen, die unter anderem auch Krankheiten beim Menschen verursachen können. Bakterien können sich unabhängig von anderen Organismen ungeschlechtlich vermehren. Bakterien sind typischerweise viel größer als Viren und können unter einem Lichtmikroskop betrachtet werden. Viren hingegen sind etwa 1000-mal kleiner und unter einem modernen Elektronenmikroskop gut erkennbar. Viren benötigen stets die Hilfe einer lebenden Wirtzelle, um sich vermehren zu können.

 

Info: Es ist umstritten, ob auch Viren zu den Mikroorganismen gerechnet werden sollen. Überwiegend werden sie nicht als Lebewesen und daher auch nicht als Mikroorganismen angesehen. Dennoch wird die Virenforschung (Virologie) als ein Teilgebiet der Mikrobiologie betrachtet.

 

Bakterien

 

Bakterien leben fast überall - in und auf anderen Organismen sowie auf anorganischen Oberflächen. Sie infizieren eukaryotische* Organismen wie Tiere, Pflanzen und Pilze. Einige Bakterien gelten als extremophile Tiere und können in extrem rauen Umgebungen, wie z. B. Hydrothermalen Quellen und im Magen von Menschen und Tieren, überleben. Sprich, Bakterien können sich häufig auch an extreme Umweltbedingungen anpassen.

 

Die übliche Form von Bakterienzellen sind Kokken (kugelförmig), Bazillen (stäbchenförmig), Spiralen und Vibrio. Diese haben typischerweise einen Durchmesser zwischen 200 und 1000 Nanometer (ein Nanometer entspricht einem Milliardstel Meter). Die größten Bakterienzellen sind mit bloßem Auge sichtbar. Das Bakterium „Thiomargarita namibiensis“ (Schwefelbakterien die ausschließlich am Meeresboden unmittelbar an der Küste Namibias vorkommen) gilt als das größte Bakterium der Welt und kann einen Durchmesser von bis zu 750.000 Nanometer (0,75 Millimeter) erreichen.

 

Bakterien vermehren sich gewöhnlich ungeschlechtlich durch einen Prozess, der als binäre Spaltung bekannt ist. In diesem Prozess repliziert sich eine einzelne Zelle und teilt sich in zwei identische Tochterzellen. Unter geeigneten Bedingungen können Bakterien ein exponentielles Wachstum erfahren.

 

Viren

 

Ähnlich wie Bakterien können Viren in fast jeder Umgebung gefunden werden. Sie sind Krankheitserreger, die prokaryotische* und eukaryotische* Organismen wie Tiere, Pflanzen und Pilze - aber eben auch Bakterien - infizieren können. Viren, die Extremophile wie Archäer infizieren (Lebewesen ohne Zellkern, die auch unter extremen Umweltbedingungen überleben können), weisen genetische Anpassungen auf, die es ihnen gleichermaßen ermöglicht, diese rauen Umweltbedingungen, wie z. B. hydrothermale Quellen, Schwefelwasser usw., zu überstehen. Viren können auf Oberflächen und Gegenständen, welche wir täglich verwenden, je nach Virustyp unterschiedlich lange – in jedem Fall jedoch viele Jahre – fortbestehen.

 

Wissenschaftler haben lange versucht, die Struktur und Funktion von Viren aufzudecken. Viren sind insofern einzigartig, als sie an verschiedenen Stellen in der Geschichte der Biologie sowohl als lebend als auch als nicht lebend eingestuft wurden. Viren sind keine Zellen, sondern lebende, infektiöse Partikel. Sie können eine Reihe von Krankheiten, einschließlich Krebs, in verschiedenen Arten von Organismen verursachen.

Virale Krankheitserreger infizieren nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen, Bakterien, Protisten und Archäer. Diese extrem kleinen Partikel sind etwa 1000-mal kleiner als Bakterien und kommen in fast jeder Umgebung vor. Viren können nicht unabhängig von anderen Organismen existieren, da sie eine lebende Zelle übernehmen müssen, um sich zu vermehren.

 

Die Größe und Form der Viren wird durch die Menge der darin enthaltenen Nukleinsäure und Proteine bestimmt. Viren haben typischerweise kugelförmige (polyedrische), stabförmige oder helixförmige Kapside. Einige Viren, wie z.B. Bakteriophagen, weisen komplexe Formen auf, einschließlich der Zugabe eines Proteinschwanzes, der an das Kapsid gebunden ist, wobei sich die Schwanzfasern vom Schwanz aus erstrecken. Die Größe reicht im Allgemeinen von 20 bis 400 Nanometer Durchmesser. (Zur Erinnerung: Bakterien sind zwischen 200 und 1000 Nanometer klein/groß.) Die größten bekannten Viren, die Pandoraviren (Wirtsspektrum der Pandoraviren sind Amöben), haben eine Größe von etwa 1000 Nanometern oder einem vollen Mikrometer.

 

Im Gegensatz zu Bakterien können sich Viren nur mit Hilfe einer Wirtszelle replizieren. Da Viren nicht über die für die Reproduktion viraler Komponenten erforderlichen Organellen verfügen, müssen sie die Organellen der Wirtszelle zur Replikation verwenden. Bei der Virusreplikation injiziert das Virus sein genetisches Material (DNA oder RNA) in eine Zelle. Virale Gene werden repliziert und enthalten Anweisungen zum Aufbau viraler Komponenten. Sobald die Komponenten zusammengesetzt und die neu gebildeten Viren gereift sind, brechen sie die Zelle auf und infizieren andere Zellen.

 

Info: Als Eukaryoten oder auch Eukaryonten werden die Lebewesen bezeichnet, deren Zellen einen Zellkern besitzen. Das sind zum Beispiel Pilze, Tiere, Pflanzen oder die Menschen.

Die Zellen der Prokaryoten (auch Prokaryonten) enthalten keinen Zellkern. Man kann die Prokaryoten in zwei Domänen einteilen: Bakterien und Archaeen.

 

 

Coronavirus

 

Die deutsche Bundesbehörde hat in der Vergangenheit eine fünfseitige Liste von Chemikalien und Produkten veröffentlicht, die laut eigenen Angaben stark genug sind, um schwer abzutötende Viren abzuwehren, wie etwas SARS-CoV-2, den für das Coronavirus verantwortlichen Erreger. Experten stellen diese wichtigen Informationen auf öffentliche und transparente Weise zur Verfügung, um die Verbreitung von Covid 19 zu verringern. Fachleute zufolge ist es am besten, die Anweisungen auf dem Etikett des Desinfektionsmittels genau zu befolgen und darauf zu achten, wie lange sich das Produkt auf der zu reinigenden Oberfläche befinden sollte.

 

Somit kann auch das Coronavirus durch gründliche Hygiene sowie penible Desinfektion weitgehend zurückgedrängt werden. Ein einfaches Mittel gegen Keime aller Art ist und bleibt daher eine gründliche und desinfizierende Reinigung von Gegenständen und Oberflächen. Aber auch die Desinfektion der Hände, nach solch einem entsprechenden Kontakt.

 

RKI – Robert-Koch Institut

 

Das Robert-Koch Institut überwacht kontinuierlich die Situation, wertet alle verfügbaren Informationen aus, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ab und gibt den Angehörigen der Gesundheitsberufe Empfehlungen. Seit seiner Gründung im Jahr 1891 widmet sich das Robert-Koch Institut der Untersuchung und Prävention von Infektionskrankheiten wie dem Corona Virus. Heute ist das RKI auch für die landesweite Gesundheitsüberwachung zuständig. Die erhobenen Daten fließen in die Gesundheitsberichterstattung der Bundesregierung ein. Darüber hinaus sammelt und interpretiert das RKI epidemiologische Daten, die dem Institut aufgrund des Infektionsschutzgesetztes (IfSG) übermittelt wurden. Die Wissenschaftler forschen in der Epidemiologie von Infektionskrankheiten sowie in Sentinel-Überwachungsprojekten und unterstützten die Bundesländer bei Ausbruchsuntersuchungen.

Seit jeher hat das Institut auch die Aufgabe, biologische Ereignisse mit hoch pathogenen Wirkstoffen, wie die Corona Virus Pandemie, zu identifizieren. Darüber hinaus werden die gesundheitlichen Auswirkungen auf die breite Öffentlichkeit bewertet und die Bereitschaft und Reaktion auf solche Vorfälle untersucht.

 

Mittels digitaler Epidemiologie analysieren RKI-Experten Transportbewegungen, Waren- und Datenflüsse. Mit diesen neuen Methoden können sie dann vorhersagen, wie dynamisch eine Epidemie wahrscheinlich ist. Flugnetzdaten zeigen beispielsweise auf welchen Wegen Infektionskrankheiten sich weltweit ausbreiten und mit welcher Geschwindigkeit. Gleiches gilt auf lokaler Ebene für Pendlerbewegungen mit Bus oder Bahn. Zudem stellt das eigene Forschungsdatenmanagement des Instituts sicher, dass die Forschungsdaten gut strukturiert und vernetzt sind, damit Wissenschaftler auf der ganzen Welt sie nutzen können. Auf internationaler Ebene ist das Fachwissen der Wissenschaftler des RKI sehr gefragt. Sie arbeiten eng mit internationalen Organisationen wie dem ECDC (Europäischen Zentrum für die Prävention und Bekämpfung von Krankheiten) und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zusammen und sind an mehreren internationalen Projekten beteiligt. Das RKI hilft auch dabei, drängende internationale Probleme der öffentlichen Gesundheit anzugehen und die Gesundheit der Menschen weltweit zu verbessern.

 

Weiterführende Informationen zum Coronavirus, seinen Mutationen und zur Hygiene für die breite Öffentlichkeit finden Sie auf der Webseite des RKI. Darüber hinaus haben viele Behörden und Krankenversicherungen Hotlines eingerichtet.

 

 

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